Nationalpark Wattenmeer

Nationalpark Wattenmeer

Die große Bedeutung des Wattenmeeres für die Natur und die Tierwelt wurde am 16.Oktober 2010 gewürdigt und das Wattenmeer zum Nationalpark Wattenmeer ernannt.
Mit seiner 146.600 ha großen Fläche ist der Nationalpark der Größte in Dänemark. Der Nationalpark erstreckt sich von Blåvandshuk im Norden über Varde und Ribe bis hin zur Tøndermarsch im Süden. Erfahren Sie Neues auf der Internetseite des Nationalparks Wattenmeer. Schauen Sie sich auch die Informationen zum Wattenmeerzentrum auf unserer Seite an. Das Wattenmeerzentrum bietet viele Möglichkeiten, um mehr über die Natur und Kultur des Wattenmeeres zu lernen. Schauen Sie doch mal vorbei.

Die Marsch und die Deiche

Die Marsch und das Wattenmeer ist ein einzigartiges Naturgebiet. Vom Turm der Domkirche in Ribe bekommt man einen guten Eindruck von dieser flachen Landschaft, welche charakteristisch ist für die ganze Marsch. Hinter dem Deich Richtung Westen liegt das Wattenmeer und bei klarem Wetter kann man die Inseln Mandø, Rømø und Fanø sehen und auch die Stadt Esbjerg. Die großen Weiden machen dieses Gebiet zu einem tollen Gebiet für Fahrradtouren und Wanderungen. 

Die Marsch ist eine Graslandschaft, wo die oberste Erdschicht aus ca. 1 Meter Lehm, Sauerstoff und Sand besteht, auch Klei genannt. Vor ca. 3000 Jahren ist das Meeresniveau auf die heutige Höhe angestiegen und die Entstehung der Marsch hat angefangen. Heute wird die Marsch mit Gras, Gerste, Weizen und Raps bewirtschaftet. Viele Rinder grasen hier und das Gebiet westlich des Deiches wird von Schafen beweidet. Teile der Marsch und Teile von Ribe liegen auf einem Niveau mit dem Meeresspiegel und ohne Deiche währen die Einwohner oft von Sturmfluten bedroht. In 1981 und in 1991 hat man den höchsten Wasserstand gemessen überhaupt in der Kammerschleuse – 5,12 Meter über dem Normalstand bevor das Messgerät kaputt ging.

Durchschnittlich gibt es zweimal im Jahr eine kleine Sturmflut im Watt mit Wasserständen bis zu 2, 40 Meter über dem Normalstand. Seit dem Bau des Deiches in Ribe in 1913 und dem südlichen Rejsby Deich in 1925 und nach der durchgreifenden Änderung in 1970 sind die Risiken einer Überflutung doch sehr vermindert. Das Areal westlich des Deiches wird als Vorland bezeichnet und die schwache Neigung soll dazu dienen die Kraft der Wellen zu mindern und dabei einen Deichbruch zu verhindern.  

Das Wattenmeer

Das Wattenmeer ist weder Meer noch festes Land. Den einen Augenblick ist es trockengelegtes Land und 6 Stunden später ist es von großen Wassermassen bedeckt. Nach der Eiszeit hat es eine Steigerung des Wasserspiegels im Meer gegeben und keine Landsteigerung im südwestlichen Teil von Dänemark, so entstand das Wattenmeer. Die sogenannten Watten, die bei Ebbe trocken liegen machen ca. 60% des Gebietes aus. Das Wattenmeer streckt sich über 500 km. von der Bucht bei Ho bis zu Den Helder in Holland. Die Gezeitenwelle hat ihren Anfang in der Atlantik und ist aus der Anziehungskraft der Sonne und des Mondes zu den Wassermassen hervorgerufen. Die Gezeiten wechseln zwischen zwei Fluten und zwei Ebben innerhalb 25 Stunden. Die Zeiten dafür verschieben sich mit 50 min. jeden Tag. Hochwasser wird Flut genannt und Niedrigwasser wird als Ebbe bezeichnet.

Das Wattenmeer hat eine große Bedeutung für Zug und Standvögel, und ist wichtig für viele Fischarten wie Barsch und Dorsch, und ist auch das wichtigste Brutgebiet für den gefleckten Seehund. Es wird angenommen, dass das Wattenmeer von ungefähr 10 – 12 Millionen Vögeln jährlich besucht wird. Das Leben im Wattgebiet ist eine Herausforderung für Pflanzen und Tiere, die sich stark anpassen müssen um die extremen Verhältnisse zu meistern.